WAYTOYOU- Blog Beitrag 9/ 30.03.25
Der Kampf gegen das WAS IST -
wie du Frieden in der Realität findest
Lesezeit ca. 5 Minuten
Jeder Mensch kennt diese Momente, etwas läuft anders, als wir es uns wünschen. Ein Plan scheitert, jemand behandelt uns unfair, das Leben stellt uns vor Herausforderungen, die wir nicht gewählt haben. Und oft reagieren wir mit Widerstand – wir ärgern uns, grübeln, fühlen uns ungerecht behandelt oder wünschen uns, dass alles anders wäre.
Doch dieser innere Kampf führt selten zu einer Lösung.
Es ist, als würden wir in einem Fluss gegen die Strömung schwimmen, anstatt uns von ihr tragen zu lassen. Wir setzen unsere ganze Kraft ein, um eine Realität zu verändern, die außerhalb unserer Kontrolle liegt – und erschöpfen uns dabei. Doch was wäre, wenn der Kampf selbst das eigentliche Problem ist?
Warum wehren wir uns gegen die Realität?
Der menschliche Geist ist unglaublich kreativ. Wir stellen uns vor, wie die Dinge sein sollten, und vergleichen sie mit dem, was ist. Wenn diese beiden Bilder nicht übereinstimmen, entsteht Frust.
Wir wünschen uns, dass andere netter sind, dass bestimmte Dinge nicht passieren oder dass das Leben anders verläuft. Doch das Leben folgt nicht unseren Vorstellungen – es entfaltet sich auf seine Weise.
Anstatt anzunehmen, was gerade ist, kämpfen wir innerlich dagegen an. Doch dieser Kampf verändert die Situation nicht – er macht sie nur noch belastender. Die Energie, die wir in Widerstand investieren, fehlt uns an anderer Stelle -bei der Suche nach Lösungen, bei der Entwicklung von Gelassenheit oder dabei, das Beste aus einer Situation zu machen.
Was passiert, wenn wir uns dagegen wehren?
Jeder Widerstand gegen das, was bereits geschehen ist oder außerhalb unserer Kontrolle liegt, kostet doppelt Kraft. Die Situation an sich ist herausfordernd – ein Konflikt, eine Enttäuschung, eine Ungerechtigkeit. Unser Widerstand verstärkt das Leid – weil wir nicht nur die Situation erleben, sondern auch noch hadern und uns aufregen.
Wäre es nicht besser, unsere Energie auf das zu richten, was wir tatsächlich beeinflussen können?
Der entscheidende Punkt - Unser Umgang mit der Situation
Viele Dinge liegen außerhalb unserer Kontrolle.
Das Verhalten anderer Menschen, das Wetter, die Vergangenheit. Doch eines können wir steuern - unsere Reaktion darauf. Immer wenn wir uns ertappen zu denken "Er/ Sie/ Es sollte... " sind wir bereits im Konflikt mit der Realität.
Ein Beispiel dazu mit einem Thema das häufig auftaucht.
Stell Dir vor, Dein Chef ist aufbrausend, kritisiert Dich ständig und zeigt wenig Wertschätzung. Vielleicht denkst Du: „Er sollte freundlicher sein, respektvoll mit mir sprechen!“ Doch so sehr Du es Dir wünschst – er bleibt, wie er ist. Was kannst Du tun?
Anstatt Dich in den Gedanken „Er sollte anders sein“ zu verstricken, kannst Du Deinen Fokus verschieben:
- Erkennen, dass sein Verhalten nichts mit Deinem Wert zu tun hat.
- Setze Grenzen, und sage ihm in einem passenden Augenblick ruhig und bestimmt, dass Du eine respektvolle Kommunikation brauchst.
- Lass Dich nicht von seiner Laune anstecken. Du kannst entscheiden, ruhig zu bleiben, egal wie er sich verhält. Ein hilfreicher Gedanke könnte sein: „Er ist, wie er ist – aber ich entscheide, wie ich darauf reagiere.“
- überlege Dir langfristige Lösungen, falls die Situation dauerhaft belastend ist. Du kannst und darfst eine Veränderung in Betracht ziehen – aber aus Klarheit, nicht aus Wut.
Byron Katies - The Work
Ein einfacher Weg zur Veränderung der Perspektive
Byron Katie hat eine relativ einfache aber sehr effektive Methode entwickelt, die hilft, unsere Gedanken über eine Situation zu hinterfragen und eine neue Perspektive zu gewinnen. Ihre Arbeit zeigt, dass nicht die Dinge selbst uns belasten, sondern die Gedanken, die wir über sie haben.
Mit wenigen, gezielten Fragen kann man erkennen, wo man sich selbst in einem Kampf gegen die Realität verstrickt hat – und sich daraus befreien. Diese Methode nutze ich in meinem Coaching, um Menschen zu helfen, inneren Frieden zu finden und ihre Energie dorthin zu lenken, wo sie wirklich etwas verändern können.
Akzeptanz bedeutet nicht, alles hinzunehmen
Es geht nicht darum, sich allem passiv zu fügen. Es geht darum, Realität zu erkennen und bewusst zu entscheiden, wie man mit ihr umgeht.
Byron Katie sagt: „Wenn Du Dich mit der Realität streitest, verlierst Du – aber nur jedes Mal.“ Das Leben ist, wie es ist. Sobald wir das anerkennen, können wir mit klarem Kopf Lösungen finden.
Was wäre, wenn…
Was wäre, wenn Du für einen Moment aufhörst, Dich gegen das Leben zu wehren, und es einfach beobachtest? Was wäre, wenn Du statt gegen die Wellen zu kämpfen, lernst, auf ihnen zu surfen?
Vielleicht entdeckst Du eine neue innere Kraft – eine, die aus Klarheit und Gelassenheit entsteht, nicht aus Kampf.
Die Welt wird sich weiterdrehen.
Die Frage ist, drehst Du Dich mit ihr – oder kämpfst Du dagegen? Akzeptanz ist kein Aufgeben. Sie ist der erste Schritt zu einem bewussten, freien Leben.
Abschließend noch ein Zitat von Eckhart Tolle - das hierzu dazu gut passt:
Akzeptiere – dann handle. Was auch immer der gegenwärtige Moment enthält, akzeptiere ihn, als hättest Du ihn gewählt. Arbeite immer mit ihm, nicht gegen ihn.“ –
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