WAYTOYOU- Blog Beitrag 19/ 01. Oktober 2025
Optimismus - trotz allem
inspiriert von Jane Goodall
Lesezeit ca. 3 Minuten
Der heutige Blog geht um Optimismus und Hoffnung. Ich widme ihm einer meiner größten Vorbilder, Jane Goodall. Sie ist heute im Alter von 91 Jahren verstorben.
Sie war eine Frau, die mein Herz zutiefst berührt hat – mutig, weise, authentisch. Ein Mensch, der mit seinem ganzen Sein gezeigt hat, wie viel ein einzelnes Leben bewirken kann.
Jane Goodall begann in den 1960er-Jahren in Tansania die Schimpansen in freier Wildbahn zu beobachten - eine Arbeit, die damals einzigartig war, vor allem für eine Frau. Mit unendlicher Geduld und viel Mut machte sie bahnbrechende Erkenntnisse. Schimpansen nutzen Werkzeuge, sie trauern, sie fühlen Mitgefühl und sie leben in komplexen Gemeinschaften. Zu dieser Zeit war man davon ausgegangen das Tiere nur nach Instinkt handeln. Diese Entdeckungen veränderten nicht nur die Wissenschaft, sondern auch unseren Blick auf uns selbst. Denn wenn Tiere mehr sind als „Instinktwesen“, dann sind wir untrennbar mit ihnen verbunden.
Später widmete sie ihr Leben dem Schutz der Natur, der Aufklärung junger Menschen und der Hoffnung, dass wir als Menschheit lernen, achtsamer und verantwortungsvoller mit unserem Planeten umzugehen. Ihr Lebenswerk ist für mich eine Erinnerung daran, mit mehr Respekt, Mitgefühl und Bewusstsein zu handeln. Und an den Glauben, dass jeder einzelne von uns etwas bewirken kann.
Ich bin traurig, aber auch sehr Dankbar.
Dankbar für ihr Lebenswerk, für ihre Stimme, für ihren Mut und für ihren unerschütterlichen Glauben daran, dass jeder einzelne Schritt zählt.
Jane Goodall hat nie die Augen vor den Problemen dieser Welt verschlossen. Sie hat Zerstörung gesehen, Ausbeutung, Leid. Sie hätte sich zurückziehen, resignieren, die Hoffnung verlieren können. Stattdessen hat sie genau das Gegenteil getan. Sie hat hingeschaut. Sie hat gehandelt. Und sie hat uns gezeigt, dass wir alle mehr bewirken können, als wir manchmal denken. Sie war bis zum letzten Tag unterwegs für ihre Mission.
Es ist so leicht, in schwierigen Zeiten den Glauben zu verlieren. Manchmal scheint es einfacher, wegzusehen oder sich einzureden, das man als einzelner doch sowieso nichts verändern kann. Das Gegenteil ist wahr.
Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Handlung hat eine Wirkung. Wir unterschätzen oft, wie sehr wir unsere Welt mitgestalten.
Tausende kleiner unscheinbarer Regentropfen verwandeln einen kleinen Bach in einen reissenden Strom.
Ich frage mich, wie wir hoffnungsvoll und optimistisch bleiben können, auch auch wenn vieles gerade dunkel erscheint Angesicht aller Kriesen auf dieser Welt.
- Indem wir uns täglich bewusst machen, wofür wir dankbar sein können.
- Indem wir unseren Fokus auf die kleinen positiven Dinge richten die um uns herum passieren, uns über gute Nachrichten freuen anstatt uns von Massen an schlechten Nachrichten herunterziehen zu lassen.
- Indem wir uns nicht abwenden, sondern hinschauen. Gerade dort, wo es schmerzt und uns Gedanken dazu machen, wie wir selbst ganz konkret etwas tun können.
- Indem wir dann die Verantwortung annehmen und in kleinen Schritten handeln.
- Indem wir uns mit anderen verbinden und uns gegenseitig Hoffnung schenken und gemeinsam einen Effekt auf andere haben.
Optimismus bedeutet nicht, dass alles leicht wird.
Es bedeutet, dass wir weitergehen. Dass wir uns für das Gute entscheiden. Dass wir unseren Teil beitragen und darauf vertrauen, dass auch andere ihren Teil tun. Und tun sie es doch nicht? Bleibe ich dennoch bei mir und verfalle nicht in Negativität.
Jane Goodall hat einmal gesagt: „Was Du tust, macht einen Unterschied, und Du musst entscheiden, welche Art von Unterschied Du machen willst.“
Für mich ist das heute mehr denn je eine Einladung, bewusst und dankbar nach vorne zu schauen. Ich möchte nicht resignieren. Ich möchte handeln, in meinem Alltag, in meinem Coaching, in meinen Begegnungen mit Menschen und im Umgang mit der Natur. Und ich möchte mich immer wieder daran erinnern, das Hoffnung stärker ist als Angst.
Heute verneige ich mich vor Jane Goodall, in tiefer Dankbarkeit für ihr Sein und für ihre unermüdliche Arbeit. Ich nehme mir vor, ihre Haltung weiterzutragen. Denn mehr denn je brauchen wir Hoffnung und Optimismus in dieser Welt. Es ist eine Entscheidung.
Für die Liebe, für das Leben und unsere Zukunft.